Antifaschisten der “Weißen Rose”
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Antifaschisten der “Weißen Rose”

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29.01.2020
Antifaschisten der “Weißen Rose”
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Antifaschisten der “Weißen Rose”

 Am antifaschistischen Kampf des deutschen Volkes nahmen auch Studenten und Gelehrte der Universität München teil. Sie gehörten zur illegalen Widerstandsgruppe, die den Namen “Weiße Rose” trug. Sie wählten diesen Namen, weil die weiße Rose immer Symbol der Schönheit und der Reinheit war. An der Spitze der Widerstandsgruppe “Weiße Rose” standen der Medizinstudent Hans Scholl (1918 geboren) und seine jüngere Schwester Sophie (1921 geboren), die Biologie studierte.

  Die Geschwister wuchsen in fortschrittlichem Elternhaus in Ulm auf. Sie verlebten mit ihren Geschwistern eine unbeschwerte, glückliche Kindheit und wurden von ihren Eltern im Geiste des Humanismus erzogen. Vater und Mutter blickten nach Errichtung der faschistischen Diktatur mit Sorge in die Zukunft, aber ihre Kinder glaubten zunächst, in der Hitlerjugend die gewünschte Gemeinschaft zu finden. Solche Vorstellungen zerrannen schnell. Militärischer Drill, Nachrichten von der Einkerkerung verehrter Lehrer, Verbote, die Bücher von Stefan Zweig oder Thomas Mann zu lesen und russische Volksweisen zu singen, brachten sie bald in Gegensatz zu den in der faschistischen Jugendorganisation propagierten chauvinistischen Phrasen. Sie erkannten, dass der Faschismus nicht, wie sie gemeint hatten, Glück und blühendes Leben gebracht, sondern das deutsche Vaterland in einen riesigen Kerker verwandelt hatte, in dem jede freie Meinungsäußerung mit Konzentrationslager und Tod bedroht war. So wuchsen Hans und Sophie Scholl, vom Vater geleitet, in eine Opposition hinein, die zu Taten drängte.

  1940 musste Hans Scholl das Medizinstudium für einige Zeit unterbrechen; er wurde als Sanitäter in Frankreich eingesetzt und kehrte nach München mit dem festen Entschluss zurück, aktiv gegen den Faschismus und seinen räuberischen Krieg zu kämpfen. Mit gleichgesinnten Medizinstudenten stellten die

Geschwister Flugblätter her, die zum Widerstand aufriefen.   Vom Juli bis zum Herbst 1942 waren vier Medizinstudenten an der Ostfront eingesetzt. Der viermonatige Einsatz zur faschistischen Wehrmacht an der Ostfront erschütterte Hans Scholl und seine Freunde zutiefst. Hier erlebten sie die barbarische Kriegsführung der Faschisten, die selbst die sowjetische Zivilbevölkerung — Kinder, Frauen und Greise — nicht verschonte. Sophie hatte während ihres Einsatzes in einer Ulmer Rüstungsfabrik das Schicksal der sowjetischen Kriegsgefangenen kennen gelernt, und ihr Gewissen hatte sich gegen die brutalen Misshandlungen dieser Menschen empört.   Seit dieser Zeit verstärkte die kleine Gruppe der Studenten, zu denen sich etwas später auch der Professor für Psychologie Kurt Hubert gesellte, ihre Aktivität. Immer häufiger tauchten in den Straßen Münchens Losungen und Flugblätter auf, die die Verbrechen der Faschisten anklagten und zum Kampf gegen Hitlerdiktatur und imperialistischen Krieg aufriefen. Manchem öffneten sie die Augen über den wahren Charakter der Naziherrschaft. Die jungen Antifaschisten scheuten die Gefahr nicht. So schrieben sie nachts auf die Bürgersteige und an die Häuserwände Münchens: “Nieder mit Hitler!” und “Freiheit!”. Die jungen Antifaschisten versandten ihre Flugschriften mit der Post, legten sie in Telefonzellen oder in parkende Autos und übergaben sie Studenten in Freiburg, Berlin und Hamburg, die sie ihrerseits verteilten.

  Am Morgen des 18. Februar verteilten Hans und Sophie Scholl an der Münchener Universität ihr letztes Flugblatt. Unter dem Eindruck des Sieges der Roten Armee bei Stalingrad entstanden, enthielt es den Appell, gegen die Weiterführung des Krieges durch die Faschisten Front zu machen. “Der deutsche Name bleibt für immer geschändet”, hieß es in dem Aufruf, “wenn nicht die deutsche Jugend endlich aufsteht, rächt und sühnt zugleich, ihre Peiniger zerschmettert...”.

  Bei dieser Aktion wurden sie entdeckt und verhaftet. Und nun begannen die Verhöre. Tage und Nächte, Stunden um Stunden. Hans und Sophie haben beschlossen, alles auf sich zu nehmen, aber es war nicht leicht. Das war ein Kampf um das Leben der Freunde. Sie waren sehr traurig, als sie erfuhren, dass Christoph Probst verhaftet ist. Christoph, gerade Christoph, den sie so sorgsam geschont hatten, weil er Vater von drei kleinen Kindern war. Die Gestapoleute schlugen und quälten die beiden, aber Hans und Sophie sagten nichts aus.   Die Gefängniswärter berichteten: Sie haben sich fabelhaft tapfer benommen. Das ganze Gefängnis war davon beeindruckt.

  Nach vier Tagen grausamer Foltern wurden die jungen Patrioten zum Tode verurteilt. Mutig gingen die drei in den

Tod. Sophie rief: “So ein herrlicher, sonniger Tag, und ich soll sterben! Aber was bedeutet schon mein Tod! Unsere Arbeit hat

Tausende von Menschen geweckt!”. “Ich wusste nicht, dass das Sterben so leicht sein kann”, sagte Christoph Probst. Und bevor Hans sein Haupt auf den Block legte, rief er laut, dass es durch das große Gefängnis hallte: “Es lebe die Freiheit!”.   Den mutigen Antifaschisten zu Ehren wurde 1958 am Gebäude der Universität eine Gedenktafel angebracht.

          

 

Deutschland nach 1945

 Hitler hat das deutsche Volk in die größte Katastrophe seiner Geschichte getrieben. Städte und Dörfer lagen in Schutt und

Asche. Bei seinem Untergang leistete der Gegner fanatischen Widerstand. Hitler forderte hysterisch auf, die Reichshauptstadt bis zum letzten Mann und bis zut letzten Patrone zu verteidigen. Der Faschismus hinterließ in Berlin ein furchtbares Erbe: Trümmer, wirtschaftliches Chaos, Obdachlosigkeit, Hunger, Seuchengefahr und moralische Verwahrlosung, Verzweiflung und Resignation bei einem großen Teil der

Bevölkerung. Es gab kein Trinkwasser, kein Gas und keine Elektroenergie. Die Betriebe arbeiteten nicht, Brücken und Verkehrseinrichtungen waren gesprengt, die Lebensmittellager geplündert, verbrannt oder vernichtet, die Personenregister und die Kartotheken der Ernährungsämter ebenfalls verbrannt, die

Nazibeamten der städtischen Verwaltungsbehörden geflüchtet. 

 Die Sowjetarmee kam als Befreier auch des deutschen

Volkes vom Faschismus. Am 24. April 1945 wird General

Bersarin       von       Marschal       Shukow       zum       ersten

Stadtkommandanten ernannt. Es vergehen noch schwere Tage, ehe die Rote Fahne vom Sieg kündet. Und noch zwei weitere Wochen, ehe die faschistische Wehrmacht endgültig kapituliert. Doch schon während der letzten Kämpfe findet General Bersarin Zeit, das “Danach” vorzubereiten. Am 25. April sorgt er dafür, dass 14 hungernde Säuglinge im Keller des Oskar-Zieten-Krankenhauses versorgt werden. Am 27. flammert in Karlshorst erstmalig das elektrische Licht wieder auf. Am 28. rollen die ersten Transporte mit Lebensmitteln für die Bevölkerung heran. 

 Unübersehbare Aufgaben warteten in den nächsten Wochen auf den neuen Stadtkommandanten. Berlin war furchtbar verwüstet. Kein Transportwesen, kein Telefon, fast kein Wasser, Hunger, überall Ruinen, ganze Stadtviertel waren unpassierbar durch Trümmer, Barrikaden, Überreste von zerschlagenen Wagen, Waffen usw. Der Krieg war zu Ende, es fielen keine Bomben mehr, der Kanonnendonner war verstummt, die Menschen kamen wieder aus den Kellern, aber die beinahe 3 Millionen Einwohner der Stadt waren trotzdem vom Tode bedroht. Vielleicht hatten sie noch für einige Tage Brot und Kartoffeln, aber dann musste der Hunger kommen.

Aus den Ruinen und aus den überschwemmten Kellern mit den verwesenden Leichen drohten sich Seuchenherde zu entwickeln, die eine ungeheure Gefahr für die Bevölkerung darstellten. Eine trostlose Zukunft stand den Berlinen bevor, wenn die Rote Armee dem Volke nicht zu Hilfe gekommen wäre. 

 In diesen schweren Tagen und Wochen des Neubeginns halfen die Sowjetsoldaten, wo sie nur konnten. Aus ihren Händen empfingen die Berliner das erste Stück Brot des Friedens. Der erste sowjetische Stadtkmmandant, Generaloberst Nikolai Erastowitsch Bersarin, und die sowjetischen Besatzungsorgane sorgten sich um die

Normalisierung des Lebens. Die Straßen mussten gesäubert werden, Leichen bestattet, Trümmer beseitigt, Licht musste geschaffen werden, die Kanalisation in Ordnung gebracht werden. Die Geschäfte und Betriebe sollten ihre Tätigkeit aufnehmen. Die Verkehrsmittel mussten in Gang gesetzt werden. Es galt das Post-, das Gesundheits- und Sozialwesen aufzubauen, Baukapazitäten zu schaffen und die Wohnungen instandzusetzen. Frühzeitig wurden die Voraussetzungen für die Aufnahme des Schulunterrichts geschaffen. Es waren Kultur- und Sportveranstaltungen zu organisieren, Büchereien und Volkshochschulen zu eröffnen. Nicht alles konnte sofort erledigt werden. Da war vor allem das Wohnungsproblem, dem die hauptsächliche Aufmerksamkeit gewidmet werden musste. Die Sowjetunion lieferte 50 sowjetische Stadtbusse und zahlreiche sogenannte finnische Häuser für die Berliner. Lebensmittel wurden auf Karten gegeben. Viele Betriebe wurden mit sowjetischer Unterstützung wiederaufgebaut oder entstanden neu. Es wurden Lebensmittelgeschäfte sowie eine große Zahl von Bäckereien geöffnet. “An der Front schlug ich die Deutschen”, sagte Generaloberst Bersarin, “aber im Hinterland sorgte ich für ihre Verpflegung.”

 In 54 Tagen hinterließ dieser Mann eine tiefere Spur als mancher nach seinem ganzen Leben. Er hatte im Sommer’38 die Kämpfe in Fernost gegen japanische Agressoren heil überstanden, er focht in der ersten Reihe bei der Befreiung Polens und Berlins und blieb im Kugelhagel unversehrt. Der Krieg war zu Ende — und am 16. Juni’45 löschte ein simpler

Verkehrsunfall das 41jährige Leben aus.  

 

 

Antifaschisten der “Weißen Rose”

Antifaschisten der “Weißen Rose”

Faschismus und seinen räuberischen

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Faschisten Front zu machen. “Der deutsche

Faschisten Front zu machen. “Der deutsche

Asche. Bei seinem Untergang leistete der

Asche. Bei seinem Untergang leistete der

Kanonnendonner war verstummt, die

Kanonnendonner war verstummt, die

Karten gegeben. Viele Betriebe wurden mit sowjetischer

Karten gegeben. Viele Betriebe wurden mit sowjetischer
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