SMS-Kommunikation in der Schweiz
Оценка 4.8

SMS-Kommunikation in der Schweiz

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Исследовательские работы
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Взрослым
29.09.2017
SMS-Kommunikation in der Schweiz
SMS (Short Message System) war zunächst ein unbeabsichtigtes Nebenprodukt des Mobilfunks. Die erste Kurzmitteilung wurde 1992 in Grossbritannien ver-schickt. Ursprünglich von den Mobilfunkbetreibern gedacht, um ihren Kunden Informationen zukommen zu lassen, wurde SMS rasch eine eigenständige Kom¬munikationsform. Vor allem Jugendliche entdeckten schnell die verschiedenen Vor¬teile, die SMS bietet, und verhalfen so dem neuen Medium zu einer beträchtlichen Popularität.
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SMS­Kommunikation in der Schweiz SMS   (Short   Message   System)   war   zunächst   ein   unbeabsichtigtes Nebenprodukt  des   Mobilfunks.   Die   erste   Kurzmitteilung   wurde   1992   in Grossbritannien   verschickt.   Ursprünglich   von   den   Mobilfunkbetreibern gedacht, um ihren Kunden Informationen zukommen zu lassen, wurde SMS rasch   eine   eigenständige   Kommunikationsform.   Vor   allem   Jugendliche entdeckten schnell die verschiedenen Vorteile, die SMS bietet, und verhalfen so dem neuen Medium zu einer beträchtlichen  Popularität. Besonders beliebt ist dabei   das   Versenden   von   Glückwünschen   oder   Grüssen   an   Festtagen.   So wurden z. B. über Neujahr 2004 in der Schweiz 66,4 Millionen SMS verschickt. Die SMS­Technologie ermöglicht das Versenden und Empfangen von Textnach­ richten   unter   Mobiltelefonen.   Die   Länge   der   Kurzmitteilung   ist   bei handelsüblichen Geräten aus Kapazitätsgründen auf 160 alphanumerische Zeichen beschränkt (inklusive Leerstellen). Mit Mobiltelefonen der neusten Generation ist es jedoch möglich, mehrere Nachrichten zusammenzuhängen und gemeinsam zu versenden.   Der   Text  wird   mit   Hilfe   der   Handytastatur   eingegeben,   was   das Schreiben   relativ   umständlich   macht:   Mehrfachbelegung   ermöglicht   die Verteilung aller Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen auf die zwölf Tasten der Tastatur.  Gross­ und Kleinschreibung sind meist funktional bedingt und müssen extra eingestellt werden: Das Handy lässt sich so einrichten, dass der ganze Text durchgehend   gross   oder   klein   geschrieben   wird.   Einige   neue   Telefone unterstützen  die korrekte Gross­ und Kleinschreibung, indem z.B. nach jedem Punkt   oder   Frage­   bzw.   Ausrufezeichen   automatisch   der   erste   Buchstabe   des nächsten Wortes gross geschrieben wird.Die SMS­Kommunikation ist also eine indirekte   Kommunikation.   Die   Nachrichten   werden  jedoch   im   Allgemeinen innerhalb von Sekunden  übermittelt, so dass zwischen zwei  Personen dennoch eine Art Dialog entstehen kann. Diese Art Kommunikation ist vergleichbar mit dem   Schreiben   von   Zettelchen   unter   der   Schulbank.  Obwohl   der   SMS­ Kommunikation   in   der   Forschung   mittlerweile   eine   beträchtliche Aufmerksamkeit geschenkt wird, ist die SMS­Kommunikation in der Schweiz bisher noch weitgehend unerforscht. Man kann aber trotzdem feststellen, welche sprachlichen   Umgangsformen   heutzutage   von   Schweizer   Jugendlichen   in   der SMS­Kommunikation verwendet werden. Somit kann die Arbeit eine Anregung für weiterführende Untersuchungen sein. Die  SMS­Kommunikation  unterscheidet  sich  vor   allem   bezüglich  der  Länge stark  von den übrigen schriftlichen Kommunikationsformen wie Brief oder E­ Mail.   Der  beschränkte   Platz   der   Nachrichten   führt   dazu,   dass   sprachliche Normen nicht eingehalten werden. Daraus lässt sich jedoch nicht schliessen, dass eine   Unterhaltung  per   SMS   vollkommen   chaotisch   abläuft.   Die   SMS­ Kommunikation ist vielmehr eine Optimierung der verschiedenen Möglichkeiten, welche   das   neue   Medium   bietet.   In   Kurzmitteilungen   werden   Elemente   von unterschiedlichen anderen Kommunikationsformen vereinigt. So erkennt man in SMS­Nachrichten Ähnlichkeiten mit E­Mail, Chat oder Brief, aber auch mit dem Telefon bzw. der Telegrafie. Die Mobilfunktechnik ermöglicht dem Empfänger einer Kurzmitteilung, unmit­ telbar zu erfahren, von welcher Nummer die Nachricht abgeschickt wurde. Falls er diese Nummer bereits gespeichert hat, wird anstelle der Handynummer der Name des Absenders angezeigt. Die Setzung des eigenen Namens am Schluss der Nach­ richt wäre somit bloss eine Verschwendung von Platz in einem Text, der ohnehin kurz gehalten werden muss. Trotzdem zeigen die Umfrageergebnisse, dass sowohl zur Begrüssung als auch zur Verabschiedung eine Vielzahl an Grussformeln ver­ wendet wird. In 41% der Nachrichten werden entweder Begrüssungs­ oder Ver­ abschiedungsformeln oder beides zusammen verwendet. Die Begrüssungsformeln lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Die Mehrheit besteht aus >konventionellen< Begrüssungen,   welche   ähnlich   einer   Begrüssung   in   einem   Brief   gehandhabt werden. Eine   andere   Art   der   Begrüssung   ist   eher   kumpelhaft,   ein   >Anhauen<   des Empfängers, das stark der mündlichen Kommunikation ähnelt. Tabelle l dokumentiert die Häufigkeit der verschiedenen Begrüssungsformen in der Rede der Jugendlichen. Am häufigsten wird eine Nachricht, genau wie in einem Brief, mit einer Anrede und dem Namen des Empfängers begonnen. Relativ häufig wird jedoch auch nur die Anrede verwendet und auf den Namen verzichtet. Dies entspricht wiederum eher einem Gespräch unter Freunden, in welchem man den Gesprächspartner  selten beim Namen nennt, um  ihn zu begrüssen.   Eine   ähnliche   Form   ist   auch  die   Anrede   vom   Typ   >Hey   du<, welche den Empfänger zwar direkt anspricht, ihn  jedoch nicht beim Namen nennt. Tabelle 1: Begrüssungsformeln Art der Begrüssung Anrede + (Kose­)Name Andere Andere+ Du Variante der Anrede Hey; Hei; Hol; Hallo; Halo; Liebe; Salü; Mörgeli; Guete morge; Hey;  Hej;  Hei;  Hi;  Hallo;  Halo;  Soli; Ciao; Sätü; Morge Hey; Hoi; Sali; Tabelle 2 dokumentiert die Vielzahl von Möglichkeiten für die Verabschiedung, die   im   Korpus   vorkommen.  Auch   bei   der   Verabschiedung   wird  in   SMS­ Nachrichten häufiger auf den Namen des Absenders verzichtet. Bei der Art des Grusses ist auffallend, dass dieser in vielen Fällen im Diminutiv verwendet wird. Dies führt zu einer >Verniedlichung< des Grusses und hebt ihn somit von einer starren Grussformel ab. Tabelle 2: Verabschiedungsformeln Art der Verabschiedung Gruss + (Kose­)Name Gruss Grussabkürzungen Grussabkürzung + (Kose­)Name Inflektion + Wünsche Variationen der Verabschiedung Grues;   Liebe   Gruess;   Grüäßli,   Liebi grüessli; Liebe grüße  von; Gruss; Bis morn; En schöne Obe; Liebs Grüessli Grüessii;   Grüößli;   Liebi   Gröess; Grues; Grüssli; Gruß;  Gruss, Greetz; Es iiebs Grüessli; Ganz liebs Grüeßli; Bis denn; see ya; bye LG   (—Liebe   Gruess);   GD   (Grüsse Dich);  CU  18er   (see   you  later);   C   u 2morrow   (see   you   tomorrow);   Mfg (Mit freundlichen Grüßen) LG;   Hdg   (Habe   dich   gern);   Hdgggfl (Hob dich ganz ganz fest lieb); LG + Fröhliche Weihnachten; De bis am mänti; Habs schön und vüu spass; Wünsche dir e schöne Obe Die Analyse der im Korpus verwendeten Begrüssung­ und Verabschiedungsfor­ meln zeigt, welche in der SMS­Kommunikation sehr oft verwendet werden. Man kann sagen, dass in einem mehrzügigen SMS­Dialog der Gesprächspartner meistens   nur   am  Anfang   begrüsst   und   am   Ende   des   Dialoges   wieder verabschiedet wird. Innerhalb eines Dialoges steht meistens kein Gruss. Dies gilt auch für den Fall, dass nur eine kurze Information mitgeteilt wird: Grussformeln werden weniger verwendet, um eine formale Höflichkeit einzuhalten, sondern um die zwischen­ menschliche Bedeutung einer Nachricht zu verstärken. Eine nette Begrüssung   bzw.  Verabschiedung   ist   ein   Zeichen   von   Freundschaft   oder Zuneigung gegenüber dem Gesprächspartner.

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